Wohnungsnot: Leidtragende sind Kinder und deren Eltern

Ebersberger Zeitung, 01.03.2020

Die Beschäftigten von Kinderbetreuungseinrichtungen müssen unterstützt werden. Die Kommunen alleine werden das nicht schaffen, sagt der DGB im Landkreis Ebersberg.

Vaterstetten – Die Vorsitzende des DGB Ebersberg, Eva Maria Volland, hat sich mit der Vaterstettener SPD-Bürgermeisterkandidatin und Gemeinderätin Maria Wirnitzer, der Vorsitzenden Kristina Kleinmagd-Kalteis, dem Sprecher der SPD-Gemeinderatsfraktion Sepp Mittermeier und drittem Bürgermeister Günter Lenz zu einem Gespräch über die Forderungen des DGB für die Kommunalwahl getroffen.

Für Eva Maria Volland sind gute Arbeit, gutes Wohnen und gutes Leben drei wichtige Themen für die Politik. Darin war sie sich mit den Sozialdemokraten einig.

DGB sieht Unternehmen in der Pflicht

Beim Thema Wohnen wurde vor allem der fehlende, bezahlbare Wohnraum erörtert. „Die Kommunen müssen selbst, oder zumindest in Zusammenarbeit mit Genossenschaften bauen“, so Sepp Mittermeier dazu. Nur dadurch könne langfristig günstiger Wohnraum gesichert werden. Die DGB-Vorsitzende sieht auch die Unternehmen in der Pflicht, die wieder mehr Werkswohnungen bauen sollten.

Überall fehlt es an Personal

Ebenfalls diskutiert wurde die Situation der Kinderbetreuung. Maria Wirnitzer beklagte, dass die Räume zwar zur Verfügung stünden, jedoch das Personal fehle. Volland wies in diesem Kontext darauf hin, dass es hierbei um zwei Probleme gehe: Zum einen die häufig nicht organisierten Erzieherinnen, die alleine berechtigte Lohnforderungen nicht durchsetzen können.

Zum anderen die Tatsache, dass es sich meist um Frauen handele, die aufgrund der geringeren Entlohnung keinen Wohnraum in Ballungsgebieten finden.

Gute Bezahlung ist wichtig

Hierbei war man sich einig, dass die Beschäftigten in den Kinderbetreuungseinrichtungen unterstützt werden müssen. Zum einen muss bezahlbarer Wohnraum zur Verfügung gestellt werden. Andererseits ist eine gute Bezahlung wichtig.

Hier ist auch das Land und der Bund gefordert, die Kommunen finanziell zu unterstützen. Die Last könne auf Dauer nicht allein von den Kommunen getragen werden. Günter Lenz wies darauf hin, dass die Betroffenen in erster Linie die Kinder und ihre Eltern sind und sich die Gemeinde ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzen muss.  ez

Veranstaltung mit Eva Maria Volland